Sie brauchen ein Gedicht zu einer Hochzeit? Für eine Konfirmation oder einen Geburtstag? Zum Abschied eines lieben Arbeitskollegen oder zu einem Jubiläum?    Fragen Sie mich - ich kann das!

Beispiel 1. "Zum ersten Geburtstag"

Lieber Fratz, noch bist du klein,

doch du wirst's nicht immer sein.

Die Jahre zieh'n so schnell ins Land

und du lernst auch allerhand.

 

Nun, ich hoff zu allermeist,

dass du froh und gut gedeihst,

dass du, wie es sich gehört

fröhlich schreist, selbst wenn es stört.

 

… auch, dass du Blumenerde mampfst  

und Kekse mit dem Fuß zerstampfst.

Lernst, wie man mit Feingefühl

Kerben ritzt in das Gestühl

oder prüfst, wie toll es klingt,

wenn Mamas Porzellan zerspringt.

 

Und du darfst auch nicht vergessen,

gern und oft Rosinen zu essen,

die man, wenn das Aug geschult,

treffsicher aus dem Kuchen pult!

 

Ja, du wirst noch viel erproben.

Viel begreifen und erfassen.

Es folgt schimpfen, es  folgt loben,

manche Strafe wird erlassen.

 

Mögen deine Tage immer voller Abenteuer stecken,

jedes Blatt und jede Blume deine Neugier gleich erwecken!

Sei's ein Käfer, eine Fliege oder sonst ein Krabbeltier,

schau sie an, doch lass sie leben - und iss sie nicht, das rat ich dir!

 

Auch solltest du es unterlassen, rohe Eier zu zertreten,

oder aus der guten Butter kleine Kunstwerke zu kneten!

Das bringt doch nur Scherereien,

Schimpfe, Ärger oder Schreien.

 

So, das wollte ich dir sagen,

heut nach deinem ersten Jahr.

Freu dich, Spatz und wisse immer:

 Du bist wirklich wunderbar!


Beispiel 2. "Zum 60. Geburtstag einer Frau"

Sechzig Jahre hier auf Erden!

Grund, einmal erwähnt zu werden!

Meinen Glückwunsch, „altes Haus“!

Siehst ja ganz passabel aus,

einwandfrei – sehr gut erhalten!

Zählst noch längst nicht zu den „Alten“!

 

Sind die Haare auch gefärbt,

Haut gecremt, massiert, gegerbt,

ziehst den Bauch, der klein und rund

bei Bedarf mal ein – na und?

Auch die falschen Zähne sind

eine Zier, Geburtstagskind!

 

Wenn der Kompressionsstrumpf zwickt

und das Hirn mal nicht so tickt,

wenn die Zipperlein dich quälen,

Zeit dir fehlt zum „Körper-stählen“,

dann denk schlicht: „Watt soll der Geiz?

Jedes Alter hat sein' Reiz!“

 

Bleib gesund, wenn du es bist,

werde es, wenn's nicht so ist!

Bewahre dir deinen Humor,

sei Optimist, wie stets zuvor.

Sei weiterhin stets „wunschbeseelt“,

nur dankbar ist, wem auch was fehlt ...


Beispiel 3. "Ein Dank-Gedicht für unsere Tante"

 

Als kleiner Dank für Renate......von Corinna

 

 

 

Unsere Renate

 

 

 

Hallo, ich möcht hier mal berichten

 

von unserem riesengroßen Glück:

 

Ich schreib's in Zeilen, will es dichten

 

und schau zunächst einmal zurück:

 

 

 

Die Kinder waren noch sehr klein

 

– der Große konnte gerade laufen,

 

da klemmte ich mir leider ein

 

'nen Schulternerv - zum Haare raufen!

 

 

 

Was sollt ich tun? Die Not war groß!

 

Ich musst doch für die Kinder sorgen!

 

Der Einfall kam, war echt famos:

 

Du kannst dir doch Renate borgen!

 

 

 

Mein Mann, er hat 'ne super Tante,

 

die zwar in weiter Ferne wohnte

 

und die ich damals noch nicht kannte,

 

jedoch ein Anruf bei ihr lohnte!

 

 

 

 

Sie hat ein Herz für Jedermann,

 

so auch für mich, die „halbe Nichte“,

 

drum kam im Zug sie ganz schnell an

 

...und so begann die Glücksgeschichte!

 

 

 

Sie kam, sie sah, sie half, sie siegte

 

– wir liebten sie von Anbeginn,

 

und wenn ich mal die Krise kriegte

 

so sagte sie: „Komm, leg dich hin.“

 

 

 

Sie fuhr nach Haus, als ich genesen

 

doch kam sie wieder, viele Mal.

 

Nie machte sie groß Federlesen,

 

war umgänglich, lieb – ideal!

 

 

 

Es kam so, wie es kommen musste,

 

bald zog sie her, in unsere Stadt,

 

und was ich damals schon längst wusste:

 

Dass sie versteckte Flügel hat!

 

 

 

Renate ist ein wahrer Engel,

 

hilft unermüdlich, jeden Tag!

 

Sie bügelt, putzt, erzieht die Bengel,

 

macht Spinnen weg, die ich nicht mag.

 

 

 

Als wir in unser Haus gezogen

 

wurd nebenan 'ne Wohnung frei.

 

Ein Zufall war es, ungelogen,

 

so wohnt Renate ganz nah bei!

 

 

 

Auch ihre Enkelin ist häufig

 

bei ihr zu Gast und wird umhegt.

 

Das alles ist ihr so geläufig,

 

drum ist sie täglich „voll belegt“!

 

 

 

Doch langsam kommt auch für Renate

 

das Alter unaufhaltsam nah.

 

Erhöht hat sich die Krankheitsrate,

 

die Fitness ist nicht mehr so da.

 

 

 

An manchen Tagen wird mir bange,

 

da pfeift sie aus dem letzten Loch!

 

Humorvoll bleibt sie jedoch lange

 

und zu uns rüber kommt sie doch!

 

 

 

Noch nie war unsere Renate

 

gar böse oder eingeschnappt.

 

Sie zählt nun mal zur Sondersparte,

 

trägt ihre Flügel … eingeklappt!