"Geisterstunde"

 

 

Dunkelheit liegt schwer im Walde,

 

kriecht voran in weite Flur.

 

Mondschein fällt auf nahe Halde,

 

kalt, mit silberglänzend Spur.

 

 

 

Erst die Stille, dann ein Tönen,

 

Klänge wie von Mönchsgesang

 

und ein schauderhaftes Stöhnen.

 

Diese Nacht wird’s vielen bang!

 

 

 

Huuuh!

 

 

 

Eulenruf ! Dann Flügelflattern!

 

Aufgeregt nimmt sie Reißaus.

 

Alte Geister, Nachtgevattern,

 

schleichen bald um jedes Haus.

 

 

 

In Laternen flackern Kerzen –

 

wild springt Licht ins Schattenreich.

 

Geister treiben’s bunt, sie scherzen.

 

Schalkgesichter – grausig, bleich!

 

 

 

 

 

Hört! Abscheuliche Gestalten

 

krächzen ihre Weisen heut.

 

Diese Nacht gibt es kein Halten.

 

Wesen kreisen, die nichts scheut!