"Vor dem Berg"

 

 

Ich sitz mal wieder vor dem Berg,

der sagt: „Du wirst dich schinden!“

Mich bangt, doch will den Berg, das Werk,

ich dennoch überwinden.

 

Weiß noch nicht wie, fang einfach an

– das Ziel vor meinen Augen.

Doch unterwegs frag ich mich dann:

„Wird dieser Weg was taugen?“

 

Oft macht sich bei mir Hektik breit

mit Zweifeln und mit Hoffen.

Ich steig‘re die Geschwindigkeit,

Ergebnis bleibt noch offen.

 

Am Ende steh ich meistens da

und staune im Geheimen,

wie ordentlich doch das geschah,

was erst die Angst ließ keimen.

 

Es ist Erfahrung, die mich lehrt:

Gebirgig ist das Leben!

Drum war es bisher nie verkehrt,

nicht vorschnell aufzugeben.