d.                                                            Dunkler Depressions-Moment

 

Dunkler Depressions-Moment,

der das Hier vom Dasein trennt -

traurig, grübelnd aber still.

Ich spüre, eine Träne will

hinaus und abwärts rinnen.

 

Die Stimmung dumpf und schwer zugleich,

mein Seelenbild zeigt sich grad' weich.

Ich seufze und bleib zugewandt

in tiefem Grämen diesem Band.

Es zerrt an meinen Sinnen.

 

Noch ist es Nacht - so dunkel hier!

Wie trostlos und wie öd' wird mir!

Warum nimmt er mir jede Freud'?

Ich will ihn nicht, schon gar nicht heut'!

Der Tag soll froh beginnen!

 

Völlig verloren sitz ich da,

der Weltschmerz ist mir, ach, so nah!

Dann lacht ein Kind - ein Hund bellt laut,

ein Auto hupt - der Morgen graut. 

Die Trübsal schleicht von hinnen.